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1. Jul 2013

Probleme bei Weiterleitung der Uni-Mailadresse an ein privates Postfach

Verfasst von

Info für alle, die ihre Mailbox an ein privates Mailkonto weiterleiten.

Seit geraumer Zeit klagen etliche Mail-User über eine unzuverlässige Zustellung ihrer Mails an „externe“ Konten.

Bei genauerer Untersuchung sind alle diese vermissten Mails an Konten zugestellt,
die bei folgenden Providern liegen:
@live.com,   @windowslive.com, @hotmail.de, @live.de und @outlook.de, …
(also alles Microsoft)
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
(GMX-Nutzer haben mit ähnlichen Effekten zu kämpfen, aber anderen Ursachen)

(Interessierte können überprüfen, ob ihr Mailkonto in diese Kategorie fällt,indem sie in einer DOS-Shell (Windows: START -> Ausführen… ->  cmd) folgendes Kommando eingeben (ohne „@“-Zeichen):
> nslookup  -type=MX   ihre-maildomain
Beispielsweise  für eine Adresse    alois.kumpeltot @ live.de
> nslookup  -type=MX   live.de

Entscheidend sind bei der Ausgabe, die dieses Kommando liefert, die Zeilen der „MX Sätze, auch „mail exchanger“ genannt.  Erscheint dort wie in diesem Beispiel:

live.de MX preference = 5, mail exchanger = mx1.hotmail.com
live.de MX preference = 5, mail exchanger = mx2.hotmail.com

werden Ihre Mails von den Servern    mx1.hotmail.com   (usw., mehrere durchnummerierte Server) entgegen genommen – trifft das Problem auf Sie zu!

Mails an diese Provider (Mail-Hoster) werden zugestellt, kommen aber oft nicht an.

Was passiert?
– die Mail wird an unser Postfach zugestellt
– dort existiert eine Weiterleitung an ein privates Postfach,
bei einem der genannten Provider
– die Mailzustellung/-weiterleitung dorthin erfolgt ohne Probleme
und wird „klaglos“ abgeschlossen.
Damit ist die Mailzustellung für uns beendet!
– die betreffende Mail kommt aber nie an (auch nicht im SPAM-Ordner)

Hintergrund – ohne tief in technische Details zu gehen:
– hinter alledem steckt ein Prüfmechanismus SPF (Sender Policy Framework),
der von Microsoft praktiziert wird und verhindern soll, dass gefälschte Mails
entgegengenommen werden.
– kurz gesagt, es werden Mails, die von „A“ kommen und über „B“
weitergeleitet werden, bei „C“ nicht akzeptiert, wenn A und C
beim gleichen Provider/Mail-Hoster liegen.
A = von irgendwo her
B = unser Mailserver
C = Ihre private Mailbox bei Microsoft

Die Philosophie
SPF-Befürworter sagen:  Kommt eine Mail von einem unserer Server (von A, z.B. live.de), müsste sie intern zugestellt werden (an C, z.B. hotmail.de) und nicht über einen anderen Server (B – uni-halle.de) – so ein Fall ist SPAM (und die Mail wird verworfen)

Alle Versuche Microsoft zu erreichen und an diesem unhaltbaren Zustand etwas zu verändern, schlugen fehl.
Das Problem ist deutschlandweit bekannt und andere Unis/Einrichtungen sind auch davon betroffen.

Schlussfolgerung/Hinweis
Eine Weiterleitung an Ihr privates Postfach erfolgt auf eigene Gefahr!
Es ist erlaubt, birgt aber Risiken.
Seien Sie sich dessen bewusst, dass Sie bei einer Weiterleitung „nach draußen“
nicht nur den Schutz der Uni aufgeben, sondern auch die Möglichkeit,
jede Zustellung einer Mail und deren entsprechende Log-Daten verfolgen zu können. Nicht zu vergessen, dass bestimmte Daten nicht die „Hoheit“ der Uni verlassen dürfen.

Eine Unterstützung bei Problemen mit diesen Mailkonten übersteigt bei weitem unsere Kapazitäten!

Info:
Das Mailsystem der Uni befindet sich gerade in der Implementationsphase
eines neuen, moderneren Mailsystems, welches unter Anderem bedeutend
größere Mailboxen bereitstellen wird.

Zum Schluß noch ein Bitte:
Kommunizieren Sie diese Problem, denn
eventuell hat derjenige mit einer Weiterleitung im Postfach diese Mail nicht erhalten!

Über Carlos Möbes

  • Mitarbeiter/in
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